Frühlingsgedichte klassisch

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Frühlingsgedichte

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Frühlingslied
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Frühlingsgedichte von

Eichendorff
Goethe
Mörike


Schöne bekannte und unbekannte klassische Gedichte von und über den Frühling. Dichter und Dichterinnen aus dem 19. und 20. Jahrhundert besingen den Frühling in ihren schönsten Farben und Formen.

Die Liebe ein Schmetterling

Die Liebe ist ein Ding
Zart wie ein Schmetterling,
In Blumen auferzogen,
Rasch, wie ein Traum, entflogen.

Mir Elfenkost genährt,
Leicht traulich, leicht verstört,
Ein Kind der Sonnenstrahlen,
Ersehnt, gehascht von Allen.

Doch rohen Händen nimmer
Besteht so feiner Schimmer,
Und Schmelz und Farbenpracht
Löscht dann in tote Nacht.

Weh dir, dass man dich fing,
Du armer Schmetterling,
Du musst, um froh zu leben,
Frei in den Lüften schweben.

Und nur zuweilen hin
Am grünen Rasen ziehn,
Von Frühlingshauch gefächelt,
Wenn Erd und Himmel lächelt.

Die Liebe ist ein Ding
Zart, wie ein Schmetterling,
In Blumen auferzogen,
Rasch, wie ein Traum, entflogen.

- Lydia Hecker, geb. Paalzow, 1802-? -

Frühlingsluft

Frühling, Odem der Liebe,
Wehest selig mich an!
Überströme mich,
Frühlingsduft!
Trinken möcht' ich dich,
Süsse Luft!
Wie es wehet und waltet,
Wie sich's regt und entfaltet!
Wie die Schwingen sich heben
In dem blühenden Leben!

Wie aus der Morgenröte der Tau
Perlend hernieder sich senkt,
Freundlich auf frischer, duftender Au'
Halmen und Blüten tränkt;
Schwebst du aus ew'gem Gefild,
Frühling, lieblich hernieder,
Zeigst uns himmlische Brüder
Lächelnd im irdischen Bild.

- Cäcilie Zeller, 1800-1876, deutsche Dichterin -



Wiesenblumen

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Bild-Text

Jeder Morgen ist der Beginn einer neuen Zeit, eines neuen Glücks.

(© Monika Minder)



Liebesfrühling

Ich sah den Lenz einmal
Erwacht im schönsten Tal;
Ich sah der Liebe Licht
Im schönsten Angesicht.

Und wandl' ich nun allein
Im Frühling durch den Hain,
Erscheint aus jedem Strauch
Ihr Angesicht mir auch.

Und seh ich sie am Ort,
Wo längst der Frühling fort,
So spriesst ein Lenz und schalt
Um ihre süsse Gestalt.

- Nikolaus Lenau, 1802-1850, österreichisch-deutscher Dichter -



Der Veilchenpflücker

Sie sprach: "Ich möcht 'nen Veilchenstrauss,
Gepflückt von deiner Hand!"
Da ritt ich flugs in's Feld hinaus,
Bis dass ich Veilchen fand.
Mein Rösslein band ich an den Baum
Und bückte mich in's Gras,
Doch wie ich dort im Liebestraum

Recht emsig pflückend sass -
Da riß mein Pferd sich plötzlich los
Und nahm mit Hast Reissaus.
Ich fügte still mich in mein Los
Und sprach: 's gilt ihrem Strauss!
Der Lohn ist süss, der meiner harrt,
Sie küsst die Veilchen gar,
Dann droht sie mir nach Schelmenart
Und reicht den Mund mir dar.

Dem Rosse folgt' ich lange Zeit,
Und rief und lockte sehr.
Durch Wald und Wiesen lief ich weit,
Doch sah ich's nimmermehr.
Und finster ward's, ich kam nach Haus
Nach manchem Sprung und Sturz -
Was sagte sie zu meinem Strauss?
"Die Stiele sind zu kurz!"

- Anna Löhn-Siegel, 1830-1912, deutsche Schriftstellerin -



Seelenfrühling

Frühling! hallt's in tiefster Seele,
Frühling! glüht's durch mein Gebein,
Frühling! tönt's aus heller Kehle,
Frühling schlürf' ich durstig ein!

Trunken schwimmt von Sonnenbergen
Gottesgrün um meinen Blick,
Bringt aus heißbeweinten Särgen
Meiner Lieben Kuß zurück.

Ach! mein erstes Frühlingsleben
Lockt erneut mit Honigkost,
Daß die tiefsten Mark erbeben,
Daß verglühen Gram und Rost!

Freude! rauscht's von allen Bäumen,
Liebe lallt's in jedem Laut,
Alle guten Geister keimen,
Alle rufen ihre Braut!

Denn es quillt der Schöpfungsbronnen
Pflanzenweckend durch die Welt,
Und die Kraft von tausend Sonnen
Hat den Liebesstrom geschwellt.

Jubelnd ziehn die Maienkräfte
Ins Gebiet der Seele ein,
Gährend schäumt die Fluth der Säfte,
Wie gerüttelt alter Wein!

Und es kreist ein mächtig Brausen
Durch den Flor der innern Welt,
Alle Lebenswinde sausen
Blüthenregnend durch das Feld!

Und es ragt der Baum der Liebe
Hoch und stolz in Rosengluth,
Safterfüllt die kühnen Triebe,
Hellumblüht von Kraft und Muth.

Von den krausen Aesten schwanken
Holde Nester ohne Zahl
Mit der Brut von Lichtgedanken,
Mit der Sehnsucht Lust und Qual.

Süße Hochgefühle locken
Finkenhell aus seinem Grün,
Herzdurchglühnde Lieder flocken
Sonnenfreudig drüberhin.

Aus des Laubes nächt'gem Dunkel
Blitzt des Geist allmächt'ger Strahl,
Sprüht im hellsten Goldgefunkel
In die Welt das Ideal,

Daß die Bäume sich bewegen,
Und die Marmorstufen glühn,
Daß sich alle Farben regen
Und zum Meisterbild erblühn!

Denn verschwunden ist der Norden
Aus des Lebens tiefstem Grund,
Süden ist's in mir geworden,
Alle Kräfte werden kund!

Singend aus enteister Zelle
Steigt die Seel', ein Sonnenaar,
Auf zur höchsten Schönheitsquelle,
Auf zu Gottes Hochaltar!

Ewighelle Frühlingsblüthe,
Sitzt sie still am Vaterherz,
Und verträumt in seiner Güte
Allen ird'schen Winterschmerz!

(Beda Weber, 1798-1858, deutsch-österreichischer Schriftsteller)

Knospenglück

Was regt sich unter grünen Hüllen
Am Hälmchen und am stolzen Baum?
Was wächst und breitet sich im Stillen,
Umweht von süssem Morgentraum?

Die Blumen sind's, ihr frisches Streben
Ist Frühlingsglück und Frühlingsgruss,
Sie möchten duften, möchten leben,
Sie harren auf der Sonne Kuss.

Die Knospe lauscht den heitern Sängen,
Der braunen Lerche Jubellied,
Die Hülle möchte sie zersprengen,
Die Sehnsucht wünscht: sie sei erblüht!

O möchtest du vergehn und schwinden,
Eh' dich berührt der Sonne Strahl,
Du Blüte! Leben und Empfinden
Ist oft nur Schmerz und herbe Qual.

Zerreisse nie den zarten Schleier,
Nicht, Blüte, deinen grünen Saum; -
O Seele, deine schönste Feier
Ist Ahnungslust und Morgentraum!

- Karoline Leonhardt, 1811-1899, deutsche Schriftstellerin -

Frühling

Wie soll mein Herz den Frühling überstehn,
wenn sonnentrunken wieder rings auf Erden
die Knospe schwillt in ahnungsvollem Werden
und tausend Wünsche durch die Täler gehn ...
Wie soll mein Herz den Frühling überstehn!

Den Frühling, den auch du so sehr geliebt,
wenn, wo ein Herz um deines fast vergangen,
zwei Augen leuchtend gross an dir gehangen,
ein Lippenpaar, das immer gibt und gibt.
Wie hat dein Herz den Frühling dann geliebt! -

Und wieder wird's von Tal zu Tale wehn,
dieselbe liebeselge Frühlingsfeier,
dann stehn die Birken keusch im Hochzeitsschleier,
und durch die Nächte wird ein Flüstern gehn -
Wie soll mein Herz den Frühling überstehn!

- Ilse von Stach, 1879-1941, deutsche Schriftstellerin -

Falter und Veilchen

Ein Veilchen war's mit gold'nem Ringe
Im tiefen violett'nen Blau;
Es stritten d'rum zwei Schmetterlinge,
Die schönsten auf der weiten Au.

Und als in diesem wilden Streite
Der Goldstaub von den Flügeln flog,
Da klang ein Seufzer durch die Weite,
Der auch an mir vorüberzog:

"O wären meine Farben trübe,
Wär' ich nicht duftend und nicht schön,
So könnt' den Frühlingstag der Liebe
Ich tränenlosen Auges sehn!

Wie war ich gestern noch so fröhlich!
Sie nahmen meine Ruhe hin,
O dass ich so ein unglückselig,
So schönes, armes Veilchen bin!"

Da spricht der eine Falter: "Werde
Dir Ruhe bringen!" und entflieht,
Und sterbend fällt er auf die Erde,
Als ihn das Veilchen nimmer sieht.

- Hermann von Gilm, 1812-1864, österreichischer Dichter -

Frühling

Wenn es wieder blüht auf Erden,
Frühlingslüfte wieder wehen,
Ach wie viele Berge werden
Zwischen uns, Geliebte, stehen!

Noch vermag ich's nicht zu fassen,
Was es heisst, von dir zu scheiden,
Was es heisst, allein, verlassen,
Dich zu missen und zu meiden.

Schweigen werden meine Lieder,
Kein Gesang wird mehr ertönen
Und die Fremden werden wieder
Uns're stummen Berge höhnen.

- Hermann von Gilm, 1812-1864, österreichischer Dichter -

Über blaue Berge fröhlich

Über blaue Berge fröhlich
Kam der bunte Schein geflossen,
In den Schimmer rief ich selig:
"Freu dich nur, jetzt wirds vollendet!"
Doch der Frühling ist vergangen,
Was ich innigst hofft' und strebte
Blieb ein unbestimmt Verlangen.

Und nach langem trüben Schweigen
Kamen goldne Tage wieder.
Blaue Berge, alte Zeiten,
Blumen, Sterne, Ström' und Lieder
Woben wunderbar ein Netze,
Und das schlang sich um die Glieder,
Zog so innig fest und fester
Mich ans Herz der Erde nieder,
Und so schlummert' ich und träumte
Von der allerschönsten Braut. -

- Joseph Freiherr von Echendorff, 1788-1857, deutscher Lyriker, Schriftsteller -

Der Frühling

Wenn auf Gefilden neues Entzücken keimt
Und sich die Ansicht wieder verschönt und sich
An Bergen, wo die Bäume grünen,
Hellere Lüfte, Gewölke zeigen,

O! welche Freude haben die Menschen! froh
Gehn an Gestaden Einsame, Ruh und Lust
Und Wonne der Gesundheit blühet,
Freundliches Lachen ist auch nicht ferne.

- Friedrich Hölderlin, 1770-1843, deutscher Lyriker -


> klassische Frühlingsgedichte von Goethe

An...

Wie süss du meiner Seele bist,
Ich weiss es nicht zu sagen!
Was still in meinem Innern spriesst,
Will nicht an's Licht sich wagen.
Vom Lenze, der in meiner Brust
Geweckt ein neues Leben,
Vermag ich, wollend und bewusst,
Den Schleier nicht zu heben.

Es sei! Wozu versucht ich auch
Ihn absichtsvoll zu lüften?
Du merkst den warmen Frühlingshauch
An seinen linden Düften.
In meinen feuchten Augen siehst
Du Licht des Morgens tagen -
Wie süss du meiner Seele bist
Brauch' ich dir nicht zu sagen!

- Betty Paoli, 1814-1894, österreichische Lyrikerin -

Frühling

Du schöner Frühling, o, wie lieb' ich dich!
Mehr als der Bräutigam die holde Braut;
Er weiss, sie wird ihm einstens angetraut,
Doch ich muss lieben dich mit Furcht und Beben,
Kaum da, fliehst du mit Windesschnelle mich
Und nimmst mir mit, das kaum erweckte Leben -
Du schöner Frühling, o, wie lieb' ich dich!

Du schöner Frühling, sei, o sei mir hold!
Spiel' um die Stirne mir mit süssem Hauch,
Und küsse mir den Tau vom müden Aug'!
Im Winter wächst die Qual bedrängter Herzen,
Des Lebens Schatten steh'n in seinem Sold;
Du kommst, ein Lächeln - es entflieh'n die Schmerzen,
Du schöner Frühling, sei, o sei mir hold!

Du schöner Frühling, meiner Seele Lust!
Mein schauernd Herz will ewig dir sich weih'n,
Es blieb dies Herz stets einsam und allein.
Nie mocht' ein Menschenauge mich beglücken
So tief in Lieb' und seligem Entzücken,
Als ich in deines Himmels Bläue seh'!

O, nimmer täuschest du! du kehrest wieder
Und neue Schönheit, neu erwachte Lieder
Verscheuchen jedes Leid und jedes Weh!
Zum Himmel wirst du immer neu mich heben,
In ew'ger Jugend werd' ich mit dir leben,
Verblich der Locke Braun auch längst in Schnee!
Du schöner Frühling, ewig lieb' ich dich!

- Luise Büchner, 1821-1877, deutsche Schriftstellerin -

Frühling und Frauen

Wenn die Blumen aus dem Grase dringen,
Gleich als lachten sie zur hellen Sonne,
Des Morgens früh an einem Maientag,
Wenn die kleinen Vöglein munter singen,
Ihre schönsten Weisen, welche Wonne
An solche Lust dann wohl noch reichen mag?
Halb gleicht's wohl schon dem Himmelreiche;
Soll ich nennen aber, was ihm gleiche,
So weiss ich, was mein Auge je
Noch mehr entzückt hat und auch stets
entzücken wird, wenn ich es seh'.

Wo ein edles Fräulein, hold zu schauen,
Wohl gekleidet und das Haar geschmücket,
Sich unter Leuten heitern Sinns ergeht,
Sittsam froh, vereint mit andern Frauen,
Nur zuweilen etwas um sich blicket
Und wie die Sonne über Sternen steht:
Da bring' der Mai uns alle Wunder,
Was wohl wär' so Wonnereiches drunter,
Als ihr viel minniglicher Leib?
Wir lassen alle Blumen steh'n
und schau'n nur an das schöne Weib.

Nun wohlan, wollt ihr die Wahrheit schauen,
Geh'n wir zu des Maien Jubelfeste,
Der jetzt ins Land mit allen Kräften kam!
Schaut ihn an und sehet schöne Frauen,
Was von beiden da wohl sei das beste,
Und sagt, ob ich das bess're Teil nicht nahm?
Ach, wenn mich einer wählen hiesse,
Dass ich eines für das andre liesse,
Wie bald doch wär' die Wahl gescheh'n!
Herr Mai, Ihr möchtet März sein, eh'
ich sollt' von meiner Herrin geh'n!

- Walther von der Vogelweide, um 1170-1230, deutscher Lyriker -

Im Frühling

Hier lieg ich auf dem Frühlingshügel:
Die Wolke wird mein Flügel,
Ein Vogel fliegt mir voraus.
Ach, sag mir, all-einzige Liebe,
Wo du bleibst, dass ich bei dir bliebe!
Doch du und die Lüfte, ihr habt kein Haus.

Der Sonnenblume gleich
steht mein Gemüte offen,
Sehnend, sich dehnend
In Lieben und Hoffen.
Frühling, was bist du gewillt?
Wann werd ich gestillt?

Die Wolke seh ich wandeln und den Fluss,
Es dringt der Sonne goldner Kuss
Mir tief bis ins Geblüt hinein;
Die Augen, wunderbar berauschet,
Tun, als schliefen sie ein,
Nur noch das Ohr dem Ton der Biene lauschet.

Ich denke dies und denke das,
Ich sehne mich, und weiss nicht recht, nach was:
Halb ist es Lust, halb ist es Klage;
Mein Herz, o sage,
Was webst du für Erinnerung
In golden grüner Zweige Dämmerung?
– Alte unnennbare Tage!

- Eduard Mörike, 1804-1875, deutscher Lyriker -

Frühlingsabend

Schöner Himmel, hast du keine Freude
An der schönen Frühlings-Erde!
Schau sie an, mit deinen tausend Augen,
Schau sie an, und lächle!

Jede Blume
Duftet lieblich
Zu dir auf.
So viel Sterne droben,
So viel Blumen hier!
Jede Blum' ist eine Braut,
Jeder Stern ein Bräutigam.

Schöner Himmel, nimm die finstern Wolken
Vom Gesicht!
Du, o holder Brautgefährte,
Treuer Hausfreund unsrer Erde,
Leucht', o Mond, mit hellem Glanze
Deine Freundin an und ihre Kinder!

Ha, ich fühl es, - die Erde
Hebt sich entgegen dem Himmel,
Und die Blumen - den Sternen!
Nieder schwebet der Wolkenvorhang,
Freudig blicken sich an die Geliebten.
Und des Thaues Tröpfchen auf den Blumen
Glänzen wie der Liebe Thränen,
Und des Himmels sanfte Strahlen
Küssen zärtlich die Thränen auf.

Schöner Himmel, hast du keine Freude
An der schönen Frühlings-Erde!
Schau sie an mit deinen tausend Augen,
Schau sie an, und lächle!

- Maria Mnion, 1777-1797, deutsche Dichterin -

Sehnsucht

Wie eine leise Glocke klingt
Die Sehnsucht in mir an;
Weiss nicht, woher, wohin sie singt,
Weil ich nicht lauschen kann.
Es treibt das Leben mich wild um,
Dröhnt um mich mit Gebraus,
Und mählich wird die Glocke stumm,
Und leise klingt sie aus.
Sie ist nur für den Feiertag
Gemacht und viel zu fein,
Als dass ihr bebebanger Schlag
Dräng in die Lärmlust ein.
Sie ist ein Ton von dorten her,
Wo alles Feier ist;
Ich wollte, dass ich dorten wär,
Wo man den Lärm vergisst.

- Otto Julius Bierbaum, 1865-1910, deutscher Schriftsteller -

Es stand ein junger Blütenbaum

Es stand ein junger Blütenbaum
Umspielt vom lauen Weste,
Der träumte süßen Morgentraum,
Und wiegte seine Äste!

Wir träumten wunderholden Traum
Im morgenklaren Maien,
Belauscht, umrauscht vom Blütenbaum,
Zu zweien dort, zu zweien!

Er stand im Morgensonnenglanz
Und wiegte seine Äste,
Da fiel ein reicher Blütenkranz
Verweht vom lauen Weste!

Da fiel uns reicher Blütenschnee
Auf Brust und Stirn und Locken,
In Sonnennäh', in Sonnenhöh',
Umtönt von Morgenglocken!

Gegrüßt! gegrüßt! Lenzsonnenglanz,
Im morgenklaren Maien.
Du traumumperlter Blütenkranz,
Gegrüßt! gegrüßt zu zweien!

(Amanda Ullmann, 1860-1895, deutsche Dichterin)

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