Ich reise übers grüne Land

FRÜHLINGSGEDICHTE

Eichendorff
- Abend
- ich reise ü. grüne Land



Goethe
Mörike


zum Geburtstag






Schönes Frühlingsgedicht von Joseph von Eichendorff und viele weitere
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Ich reise übers grüne Land

Ich reise übers grüne Land,
Der Winter ist vergangen,
Hab um den Hals ein gülden Band,
Daran die Laute hangen.

Der Morgen tut ein'n roten Schein,
Den recht mein Herze spüret,
Da greif ich in die Saiten ein,
Der liebe Gott mich führet.

So silbern geht der Ströme Lauf,
Fernüber schallt Geläute,
Die Seele ruft in sich: Glück auf!
Rings grüssen frohe Leute.

Mein Herz ist recht von Diamant,
Ein' Blum von Edelsteinen,
Die funkelt lustig übers Land
In tausend schönen Scheinen.

Vom Schlosse in die weite Welt
Schaut eine Jungfrau 'runter,
Der Liebste sie im Arme hält,
Die sehn nach mir herunter.

Wie bist du schön! Hinaus, im Wald
Gehn Wasser auf und unter,
Im grünen Wald sing, dass es schallt,
Mein Herz, bleib frei und munter!

Die Sonne uns im Dunklen lässt,
Im Meere sich zu spülen,
Da ruh ich aus vom Tagesfest
Fromm in der roten Kühle.

Hoch führet durch die stille Nacht
Der Mond die goldnen Schafe,
Den Kreis der Erden Gott bewacht,
Wo ich tief unten schlafe.

Wie liegt all falsche Pracht so weit!
Schlaf wohl auf stiller Erde,
Gott schütz dein Herz in Ewigkeit,
Dass es nie traurig werde!

- Joseph von Eichendorff 1788-1857, deutscher Lyriker, Schriftsteller -





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Ich weiss einen grossen Garten


Ich weiss einen grossen Garten,
Wo die wilden Blumen stehn,
Die Engel frühmorgens sein warten,
Wenn alles noch still auf den Höhn.
Manch zackiges Schloss steht darinne,
Die Rehe grasen ums Haus,
Da sieht man weit von der Zinne,
Weit über die Länder hinaus

- Joseph von Eichendorff 1788-1857, deutscher Lyriker, Schriftsteller -




Die Einsame - wenn morgens das fröhliche Licht

Wenn morgens das fröhliche Licht bricht ein,
Tret ich zum offenen Fensterlein,
Draussen gehn lau die Lüft auf den Auen,
Singen die Lerchen schon hoch im Blauen,
Rauschen am Fenster die Bäume gar munter,
Ziehn die Brüder in den Wald hinunter;
Und bei dem Sange und Hörnerklange
Wird mir immer so bange, bange.

Wüsst ich nur immer, wo du jetzo bist,
Würd mir schon wohler auf kurze Frist.
Könntest du mich nur über die Berge sehen
Dein gedenkend im Garten gehen:
Dort rauschen die Brunnen jetzt alle so eigen,
Die Blumen vor Trauern im Wind sich neigen.
Ach! von den Vöglein über die Tale
Sei mir gegrüsst vieltausend Male!

Du sagtest gar oft: "Wie süss und rein
Sind deine blauen Äugelein!"
Jetzo müssen sie immerfort weinen,
Da sie nicht finden mehr, was sie meinen;
Wird auch der rote Mund erblassen,
Seit du mich, süsser Buhle, verlassen.
Eh du wohl denkst, kann das Blatt sich wenden,
Geht alles gar bald zu seinem Ende.

- Joseph von Eichendorff 1788-1857, deutscher Lyriker, Schriftsteller -



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